Moab – Mountainbiker lieben das Mekka des Bikesports

In den 90-er Jahren wurde Moab durch eine Reihe von Filmen bekannt, Sportler lieben die Stadt südlich des Colorado River aus einem anderen Grund: Die felsige Wüstenlandschaft ist regelrecht perfekt für Mountainbiker.   

Moab – eine Kleinstadt in der Wüste des Bundesstaates Utah – ist ein Mekka des Bikesports. Auf 1.200 Meter Höhe direkt am Colorado River gelegen, bietet Moab eine der besten Trails der Welt, die seit Jahrzehnten einen legendären Ruf genießen. Vor allem der Slickrock-Trail und der Porcupine-Rim-Trail sind bei den Mountainbikern beliebt.

Die Slickrocks, zu Deutsch Sandsteinfelsen, sind typisch für Moab und seine Umgebung. Sie überziehen mehrere Quadratkilometer des Landes. Aus der Entfernung wirkt die Oberfläche der Felsen glatt. Doch die Optik täuscht. Die Oberfläche ist überzogen von Stufen und Kanten. Erfahrene Mountainbiker loben vor allem den Grip auf dem Sandstein. Um den besten Weg durch die felsige Wüstenlandschaft zu finden, wurde eine gestrichelte Line auf den Slickrock-Trail gepinselt. Nur diese rund 20 Kilometer lange Linie führt sicher durch die Schluchten und Steilwände. Wer neben der Linie fährt, droht abzustürzen.

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Der Porcupine-Rim-Trail ist nicht weniger gefährlich. Bis vor wenigen Jahren war er für Biker noch illegal. Der Trail verbindet Moab mit dem Hochgebirge, das sich hinter der Kleinstadt befindet. Die Strecke wird nicht wie gewöhnlich von unten nach oben befahren, sondern von oben nach unten. Ein Shuttle-Bus bringt alle Bike-Fans an den Startpunkt. Der Trail verläuft dann kilometerlang entlang der spektakulären Canyon-Kante. Mountainbiker müssen sich auf einen stufigen bis losen Untergrund einstellen. Die Aussicht auf die weiten Canyon-Täler ist dafür atemberaubend. Nach der Hälfte der Strecke geht der Porcupine-Rim-Trail in den Jeep-Track über. Dieser ist noch radikaler als alle anderen Passagen. Am Ende des Trails wird man mit dem Blick auf den Colorado River belohnt. Aber Vorsicht: Hier sind die tückischen Stufen besonders gefährlich.

In Moab finden sich unzählige gekennzeichnete Trails in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden. Für Anfänger gibt es geführte Touren durch die Canyons und Tafelberge von Utah. Die beste Reisezeit für das Mountainbike-Abenteuer ist von März bis Oktober. Dann liegt in den unteren Höhenlagen des angrenzenden Hochgebirges kaum Schnee. Im Sommer kann es bis zu 40 Grad heiß werden. In diesem Fall sollten Biker bereits in den frühen Morgenstunden starten.   Die Anreise gestaltet sich etwas schwieriger. Da Moab abseits der großen Flughäfen liegt, kommt man ohne einen Mietwagen nicht weiter. Vom Flughafen Denver aus dauert die Fahrt zwischen vier und sechs Stunden. Wer sein eigenes Bike mitnehmen möchte, zahlt für den Transport circa 300 Euro. Es besteht auch die Möglichkeit, vor Ort ein Mountainbike zu mieten. Im Mekka der Mountainbike-Szene gibt es einige kultige Shops.

Wichtiger Tipp zum Schluss: Bevor die Reise in die USA angetreten werden kann, müssen Touristen seit 2009 eine elektronische Einreisegenehmigung beantragen. Nur mit einer gültigen ESTA-Bewilligung dürfen sich Touristen in den USA aufhalten. Mehr Informationen zu ESTA gibt es hier.

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